Blog vom 28.08.2014: Mütter oder Väter-wer schlägt mehr?

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Holger Eich

Mütter oder Väter – wer schlägt mehr?

Ob Mütter oder Väter häufiger zu körperlicher Gewalt gegen ihre Kinder greifen, ist nicht leicht zu beantworten. Das grundsätzliche Problem bei der Einschätzung der vorliegenden Befunde ist, dass Männer einfach weniger Zeit mit ihren Kindern verbringen als Mütter, die nach wie vor den Hauptteil der Erziehungsarbeit - vor allem kleinerer Kinder - leisten.

In der Studie von Klepp et al (2008, S. 72 f) geben Frauen mehr sanktionierendes Verhalten gegenüber ihren Kindern an als Männer. Dies betrifft auch physische Gewalt wie Ohrfeigen und Schläge.
In der Österreichischen Prävalenzstudie zur Gewalt (Kapella et al, 2011), in der 2.334 Frauen und Männer im Alter zwischen 16 und 60 Jahren zu ihren Gewalterfahrungen befragt worden sind, gaben auf die Frage, von wem sie in den letzten drei Jahren körperliche Gewalt erfahren haben, 31 weibliche Probandinnen an, von der eigenen Mutter und 26 vom eigenen Vater geschlagen worden zu sein. Von dem männlichen Teilnehmern der Studie berichteten 14 körperliche Gewalt durch den eigenene Vaterl, 12 durch die Mutter in diesem Zeitraum. Hier haben wir allerdings eine sehr kleine Stichprobe von nur wenigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen (16-20 Jahre) und überhaupt keine Zahlen über aktuelle Gewalterfahrungen von Kindern.


Betrachtet man die Gesamtstichprobe ohne eine zeitliche Begrenzung, dann erhält man kein Bild der aktuellen Situation von Kindern, sondern ein Sittenbild darüber, wie die 16-60 Jährigen in den letzten Jahrzehnten durch ihre Eltern körperliche Gewalt erfahren haben: „Die befragten Männer haben zu 42,2% den Vater und zu 37,6% die Mutter als Täter/in angeben. Bei den Frauen ist die Reihenfolge umgekehrt: 48,4% haben als Kind durch ihre Mutter körperliche Gewalt erfahren, 38,5% durch den Vater“ (S. 220).



In diesen Befunden deutet sich jedenfalls an, dass Burschen mehr von Vätern geschlagen werden und Mädchen deutlich mehr von ihren Müttern.
Diese Zahlen sind freilich nicht sehr aussagekräftig, weil sie doch eine beträchtliche Zeitspanne umfassen und unterschiedliche Erziehungskonzepte und auch rechtliche Grundlagen beinhalten (s. den Blog zur Geschichte des Gewaltverbots in der kommenden Woche).

Originalartikel:


Kapella O et al (2011). Gewalt in der Familie und im nahen sozialen Umfeld – Österreichischer Prävalenzstudie zur Gewalt an Frauen und Männern. Wien: OIF. http://www.oif.ac.at/fileadmin/OEIF/andere_Publikationen/gewaltpraevalenz_2011.pdf


Klepp D, Buchebner-Ferstl S, Kaindl M & Kinn M (2008). Eltern zwischen  Anspruch und Überforderung. Eine psychosoziale Studie zu Erziehungswerten und –verhalten von Eltern unter dem Aspekt ihrer Lebensbedingungen und des subjektiven Befindens. Wien: Österreichisches Institut für Familienforschung der Universität Wien.

 

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