Was passiert bei Gericht?

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Für das Kindeswohl ist – neben den Jugendämtern als Behörde – das vom Amt unabhängige Pflegschaftsgericht zuständig.

Wenn das Wohl eines Kindes gefährdet ist - also z. B. ein Kind geschlagen wird -, dann kann das Jugendamt beim Gericht Anträge stellen. Vorher wird das Jugendamt versuchen, mit den Eltern zu sprechen und sie davon zu überzeugen, dass es gut ist, wenn sie Hilfsangebote des Amtes annehmen.

Wenn die Eltern sich jedoch weigern, dann kann das Jugendamt beim Pflegschaftsgericht beantragen, dass die Eltern zu bestimmten Maßnahmen (z. B. Elternberatung, Therapie für das Kind, zeitweise Unterbringung des Kindes in einer WG) verpflichtet werden. Im äußersten Falle kann das Jugendamt auch beantragen, dass den Eltern die Obsorge entzogen wird und das Kind in einer WG oder Pflegefamilie untergebracht werden soll.

Die Pflegschaftsrichterin entscheidet solche Anträge nachdem sie alle Beteiligten (man spricht bei Gericht von den „Parteien“) gehört hat und manchmal auch Psychologinnen, Sozialarbeiterinnen oder andere Experten beauftragt hat, sich die Angelegenheit genau anzuschauen. Solche ExpertInnen können MitarbeiterInnen der Familiengerichtshilfe oder des Jugendamtes sein oder auch sogenannte „Sachverständige".

Das Pflegschaftsgericht ist aber nicht nur bei Gewalt in der Familie zuständig. Sondern z. B. auch, wenn sich Eltern trennen und geklärt werden muss, wer von den Eltern in Zukunft hauptsächlich für die Kinder zuständig ist. Dann wird entschieden, ob beide Eltern die „Obsorge“ behalten oder nur ein Elternteil allein die „alleinige Obsorge“ erhält. Festgelegt wird auch, bei welchem Elternteil das Kind die meiste Zeit verbringen wird.

Das Gericht ist auch zuständig dafür, die Zeiten zu regeln, an denen der Elternteil, der nicht obsorgeberechtigt ist, mit dem Kind Kontakt hat („Persönlicher Kontakt“).

Im Prinzip können das die Eltern alles alleine ausdiskutieren und bei Gericht als „Vereinbarung“ beschließen. Wenn sie sich aber nicht auf diesem Wege einigen können, so muss das Gericht Regelungen „beschließen“. Ein solcher „Beschluss“ muss immer dem „Wohl des Kindes“ dienen.

Nicht immer ist das, was Deine Eltern sich aushandeln, tatsächlich gut für Dich. Das Gericht soll aber herausfinden, was dem Kindeswohl dient. Einerseits hört es dazu auf die ExpertInnen, andererseits ist es auch wichtig, was Du selbst willst, was Du Dir wünscht und auch wovor Du Angst hast.

Deshalb wirst Du als betroffenes Kind zu diesen Themen „gehört“!

Entweder spricht ein Mitarbeiter des Gerichts (z. B. ein „Rechtspfleger“) oder eine Mitarbeiterin der Familiengerichtshilfe mit Dir über Deine Wünsche und Vorstellungen. Die Familiengerichtshilfe veinbart dann mit Dir Gespräche und schickt danach einen Bericht an das Gericht.

In einigen Fällen besorgt Dir das Gericht auch einen „Kinderbeistand“. Der soll Dich über den Prozess informieren und mit Dir allein Deine Wünsche, Ängste und Ideen besprechen und vor Gericht vertreten.

Wenn Du 10 Jahre oder älter bist, muss Dich die Richterin auch selbst anhören.

Wenn Du 14 Jahre oder älter bist, kannst Du vor Gericht selbst als „Partei“ handeln. D. h. Du kannst selbst einen Antrag beim Gericht einbringen – etwa wenn Du nicht mehr bei dem Elternteil wohnen willst, bei dem Du jetzt wohnst und zum anderen Elternteil ziehen möchtest. Du kannst dann bei der Richterin auch einen Rechtsanwalt beantragen.

Grundsätzlich kann jede(r) – also auch jedes Kind und jeder Jugendliche – immer zum Gericht gehen und sich dort von der Pflegschaftsrichterin beraten lassen. Sie muss Dich über Deine Rechte informieren und – wenn sie zur Einschätzung gelangt, dass Du gefährdet bist – die notwendigen Schritte einleiten. Für solche Beratungen und Erstgespräche gibt es in jedem Gericht einen „Amtstag“ (in der Regel dienstags vormittags).

Es bringt Sinn, eine erwachsene Vertrauensperson mitzunehmen, wenn man zu Gericht geht. Und man sollte sich auf längere Wartezeiten einrichten!

Hier findest Du die zuständigen Bezirksgerichte: Einfach die Postleitzahl Deines Wohnortes eingeben!

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