Kinderschutz ist...

 

Kinderschutzzentren wurden in den 70-er-Jahren in Deutschland als Alternative zur klassischen Jugendamts-Sozialarbeit gegründet. Anstelle von Kontrolle und Interventionen wie "Kindes-Abnahmen" und Entmündigung der Eltern sollten die Eltern in die Verantwortung genommen werden: Angeboten wurden Beratung für Eltern, um ihre Kinder und deren Verhalten besser verstehen und gewaltfrei reagieren und erziehen zu können. Mitunter auch Psychotherapie, wenn die Gewalt der Eltern mit eigenen, tiefer liegenden Erfahrungen zu tun hatte und es nötig war, diese Wurzeln zu erkennen, um alternatives Verhalten zu ermöglichen.

Die klassische "Fürsorge" war vor allem gefürchtet wegen des Herausreißens der Kinder aus der Familie und deren Unterbringung in absoluten Institutionen wie dem "Kinderheim". Dem setzte die Kinderschutz-Bewegung die Möglichkeit entgegen, dass Kinder sich melden konnten, um über ihre Erfahrungen und Wünsche zu sprechen, Vertrauen aufzubauen und partizipieren zu können. Auch hier sollte der allgegenwärtigen Entmündigung durch die "Behörde" Respekt und die Erfahrung, mit seinen eigenen Wünschen und Ängsten ernst genommen zu werden, entgegengesetzt werden.

Wiederum in Fällen, in denen dies notwendig erschien, erhielten auch Kinder und Jugendliche Psychotherapie als "geschützten Raum".

1991 begann das Unabhängige Kinderschutzzentrum Wien seine Arbeit. Eine Darstellung der Entwicklung unserer Arbeit in den ersten 15 Jahren finden Sie hier:

  • Zur Geschichte des Kinderschutzzentrums Wien. Die Jahre 1990-1997 - PDF
  • Zur Geschichte des Kinderschutzzentrums Wien. Die Jahre 1998-2006 - PDF

Der Ansatz der Kinderschutzzentren - Eltern und Kinder nicht zu bevormunden, sondern sie zu stärken - ist aktuell wie eh und je! Unser Angebot finden Sie hier im Menü "Kinderschutz ist..."