Leitlinien

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Gewalt an Kindern ist einerseits ein Beziehungsproblem. Dass Eltern Gewalt anwenden, kann mit Persönlichkeitsmerkmalen der Eltern – z. B. mangelnder Feinfühligkeit – zu tun haben. Es kann an fehlendem Wissen über die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen liegen oder auch mit besonderen Krisensituationen zusammenhängen, in denen Eltern ihre Wut nicht kontrollieren können oder wollen.

Gewalt an Kindern ist auch eine Straftat. Wir lehnen Strafverfolgung nicht generell ab, tatsächlich ist sie in bestimmten Fällen sinnvoll, um die Betroffenen oder andere mögliche Opfer zu schützen. Auch ist vielen Opfern von Gewalt eine Verurteilung der Täter wichtig – aber Strafverfolgung ist nicht Aufgabe von PsychologInnen und PsychotherapeutInnen, sondern von Polizei und Justiz.

Bei Gewalt gegen Kinder liegt jedenfalls ein Ungleichgewicht vor – Kinder sind abhängig von ihren Eltern, schwächer, machtloser. Sie bedürfen daher der Hilfe von Außen.

Wir versuchen Gewalttäter zu verstehen. Das heißt nicht, dass wir Gewalt entschuldigen.

Gewalttätige Eltern brauchen Konfrontation und Unterstützung, um ihren elterlichen Aufgaben gerecht werden zu können.

Kinder, die Gewalt erfahren haben, benötigen umfassende Hilfe.

Kinder und Eltern sollen in der Bewältigung ihrer belastenden Erfahrungen gestärkt werden.

Die Leitlinien der Kinderschutzzentren sind:

•    Hilfeorientierung
•    Familienorientierung
•    Entwicklungsorientierung
•    Hilfe zur Selbsthilfe
•    Vertraulichkeit